Gasthaus Pension Rössle Schwarzwald
Chronik
Gasthof zum “Rößle”
Der Gasthof zum “Rößle” ist das älteste Gasthaus in St. Märgen, und war Jahrhunderte hindurch die einzige Gaststätte im Dorf. Vermutlich gehen seine Anfänge bis in die Zeit der Klostergründung, dem Augustiner-Chorherren-Stift St. Marien, durch den Domprobst Bruno von Straßburg, im Jahre 1118 zurück, denn die Entwicklung der Wallfahrt erforderte Einkehrmöglichkeit für die Pilger. Lange Zeit war die Geschichte mit dem benachbarten Hof des Klosters, dem Meierhof, verbunden.
Wirtsgeschichten:
Jörg Tegilin, um 1502: “Die Wirtschaft Sant Marien stoßt einseits an meines Herren von Sant Marien Hofgüter ( Meierhof ), anderseits an Graben zu Sant Marien, unten an klein Hans Bucher ( heute Fallerhof ) und an der Herren von Freiburg Fronveld .”
Jakob Tritschler, seit 1575: Am letzten April Anno 1575 hat Herr Peter Frey dem Jakob Tritschler die Wirtschaft auf 10 Jahre geliehen. Und soll er dargegen die Wirtschaft mit seiner Zugehörde in Dach und Gemach ordentlich in seinen Kosten samt der Badstuben erhalten. Davon soll er jährlich geben 5 Pfund Rappen und den ersten Zins auf Mai im Jahr 1576 erlegen. Es soll auch der Maier dem Wirt 2 Kühe und 2 Roß summern und auf die Weid gehen lassen. Dagegen soll der Wirt nicht mehr Güter einzäunen, dann er säen und schneiden will.
Georg Löffler, Kaufbrief vom 25. Januar 1709 :Im Namen und an Statt der wohledelgeborenen, gestrengen und hochgelehrten Herren saß Simon Braun, der Zeit Vogt von St. Märgen, friedlich zu Gericht. Es erschienen die ehrsamen und bescheidenen Mathis Löffler und Mathis Müller im Namen von
Hans Löffler, ehemaliger Wirt von St. Märgen, und bekennen, daß besagter Hans Löffler selig bereits vor neun Jahren, für sich, seine Erben und Nachkommen, seine Behausung, worinnen die Wirtschaft bis dahin getrieben worden auf dem Meierhof zu St. Märgen, für frei, ledig und eigen erklärt, für und um 300 Gulden. Davon sind bereits 270 Gulden bezahlt und 30 Gulden sind zur Notdurft an die geliebte Mutter noch zu bezahlen.
Die Eheleute Fridolin Schwer verkaufen am 21. Juli 1911 das Gasthaus Rößle mit den drei anderen Grundstücken und den im und beim “Rößle” befindlichen Fahrnissen, sowie einer neu eingebrachten Kuh im Werte von 600 Mark an den ledigen Landwirt Hermann Herrmann für 39300 Mark. Davon entfallen 9000 Mark auf die Fahrnisse. Die Übergabe erfolgt zum 1. August 1911.
Das Gasthaus Pension Rößle ist somit in der 3. Generation im Besitz der Familie Herrmann.